wonder of the ancient world…

Es ist wieder so weit dass unser Schweiß nach indischem Knabbergebäck riecht😂 Die Ausdünstungen der Entgiftung durch die  ganzen Gewürze, die einem das Gefühl geben absolut gesund zu sein, fiel uns ja bereits in Indien auf. 

In unserer Knabbergebäckwolke machten wir uns auf den Weg nach #Sigiriya, um dort das achte Weltwunder zu bestaunen.

Die Fahrt war schwitzig, klebrig  und lang aber unkompliziert. Wir erreichten unsere wirklich schöne Unterkunft bei einer Familie und wurden mit einem Bananenshake begrüßt.

Schon auf dem Weg sahen wir den unübersehbaren #Sigirya Rock, der mitten im Dschungel aus dem Nichts herausragte. Das Wetter war hier deutlich besser und wir freuten uns darauf, morgen das Weltwunder zu besteigen.

Unseren Shake schlürfend spielten wir wieder das selbe Spiel mit dem Betreiber unseres Gasthauses wie mit jedem anderen zuvor auch. Nein, wir haben keine Pläne für heute, nein wir möchten keine Elephantensafari machen und nein wir möchten nicht mit dem Auto herumkutschiert werden. Dass wir, obwohl es erst zwei Uhr war, heute nicht mehr den Felsen besteigen wollten oder schnell auf eine Safari fahren wollten verstand er nicht, denn das Wetter war klasse. Uns war aber nach einem klasse Bett und einem klasse Buch, nachdem Kandy das Gegenteil von Entspannung gewesen war.

Das verstand er dann auch irgendwann und fragte uns, was wir denn zu Abend essen möchten. Wir wollten eigentlich nicht im Gasthaus essen, da das Essen zwar immer gut ist, aber auch viel zu teuer. Er legte uns aber die Speisekarte vor und erzählte von den Kochkünsten seiner Frau. 

Die Singalesen machen es einem unheimlich schwer „nein“ zu sagen. Warum wissen wir nicht. Wir konnten ein Jahr wunderbar „nein“ sagen, aber hier ist es anders. Aufgrund der extremen Gastfreundlichkeit hat man immer das Gefühl die Menschen zu enttäuschen.

Wir bestellten also Rice und Curry zu um sieben Uhr und fühlten uns schlecht nicht standhaft geblieben zu sein, denn der Preis war so hoch, dass wir uns das Gericht teilen wollten. Ich hatte eh kaum Appettit.

Der Nachmittag verging entspannt und wir wurden pünktlich zum Essen gerufen. Was uns da erwartete, bereitete uns direkt wieder ein schlechtes Gewissen. Für den Preis, der doch absolut gerechtfertigt war, bekamen wir 6 verschiedene Currys mit Gemüse und Hähnchen, Kokosnusssambal, Reis, frittierte Knabberchips und Wasser. Die Currys aus roter Beete und Zuchi schmeckten fantastisch und das Limetten Hähnchencurry hat uns wirklich umgehauen. Das war wohl bis jetzt wirklich das beste Essen und zudem noch extrem viel. Viel zu viel.

Wir schliefen zufrieden ein und wurden zum Frühstück um neun Uhr geweckt. Eine weitere Eigenart von Sri Lanka. Das Frühstück ist eigentlich immer inklusive, man muss aber bereits am Abend eine Zeit festelegen. Komisch, denn man weiß ja eigentlich nie wie lange man so schläft und wann man Hunger hat. Eigentlich noch satt von gestern aßen wir String hoppers (Reisnudelfladen) mit Curry und Kokos-Tomaten-Zwiebel-Koriander Sambal, sowie String hoppers mit Kokosnussrapseln und Kokosnusshonig gefüllt. Lecker.

Am Abend hatten wir erfahren, dass das Weltwunder ganze unverschämte 30$ Eintritt kostet und entschieden uns definitiv dagegen, es zu besteigen. Hingegen fanden wir eine Alternative, die nur ein Zehntel des Preises abverlangte. Ein fast ebenso hoher Fels, der nur einen Kilometer entfernt von dem Weltwunder war. Das schien uns auch deutlich sinnvoller, denn von der Spitze des Weltwunders hatte man ja schließlich gar keinen Blick auf das Weltwunder. Die Höhlenmalereien und der kleine Palast auf der Spitze, dessen Architektur das Weltwunder ausmachte, interessierten uns sowieso nicht wirklich.

Stolz nannten wir uns die geizigen Kulturbanausen und erreichten nach vier Kilometern Fußmarsch den Eingang zum relativ verlassenen und untouristischen Felsen. Als wir die 3$ Eintritt zahlten und einen Sarong für den Tempel umsonst erhielten, kamen jedoch zwei Deutsche gerade den Felsen hintunter und beschwerten sich lautstark über ihren Guide, der ihnen diesen Aufstieg zugemutet hatte. 

„Das ist doch was für Bergsteiger und nicht für normale Touristen“

Amüsiert erkundeten wir, was normalen Touristen nicht zumutbar ist und erreichten nach 20 Minuten die Spitze des 260 Meter hohen Felsens. Zugegeben, man musste die letzten zehn Meter einmal seine Hände benutzen und den Kopf einziehen und mit Flipflops hätte man wohl auch noch die Schuhe ausziehen müssen, ansonsten war der Weg ein Kinderspiel.

Wir setzten uns auf den flachen Felsvorsprung mit direktem Weltwunderblick und waren stark beeindruckt, was die Natur so alles zu bieten hat. Auf dem Weltwunder selber schlängelten sich hunderte Touristen verschwitzt an einer extra errichteten Treppe nach oben und schienen in dem Gedränge ihren Ausflug nicht annähernd zu genießen.

So in der Stille flogen nur Libellen um uns herum und Schmetterlinge ließen sich auf unsere Händen nieder. Absolut genial dieser Ort. Fast spirituell.

Auf dem Rückweg ins Dorf beobachteten wir eine Affenbande die dabei war eine Bananenstaude zu erobern. Die Besitzerin zündete ein Feuerwerk, zückte die Zwille und schoss mit Steinen, aber es half nichts. Die Affen waren einfach zu clever. 

Bei einem kalten Lassie ließen wir den Nachmittag ausklingen und ich plante heimlich Marvins Geburtstag, der schon in zwei Tagen ist.

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